Tina  Heidrich

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Als Kind habe ich jede freie Minute gespielt, ob drinnen oder draussen, die Hauptsache war, dass ich richtig eintauchen konnte in die Welt. Der Übergang in den Kindergarten, wie auch in die Schule, war für mich schwierig. Mir fehlte das "richtige" Spiel, die Freude und die Achtsamkeit. Ich wunderte mich, wieso es der Lehrer so kompliziert erklärte und meine Freundin es in wenigen Sätzen klarstellen konnte. Die abstrakte Schulwelt erschien mir suspekt und viele Fragezeichen blieben. Ich verlor bald die Freude am Lernen und wurde immer öfters abwesend.

 

Ich fragte mich, wie man die Schule anders und freudvoller gestalten könnte. In der Berufswahlzeit entschied ich mich, dieser Frage nachzugehen und somit Lehrerin zu werden. Das Zusammensein mit Kindern erfreute mich schon immer. Ich schätze ihr authentisches Sein, ihre Freude, ihren Entdeckergeist und ihre Natürlichkeit. Nach meinem Studium erhielt ich mein Lehrdiplom und den Bachelor of Arts in Primary Education.

 

Ich startete voller Tatendrang als Klassenlehrerin in der Unterstufe und machte fünf Jahre lang meine wertvollen Erfahrungen an der öffentlichen Schule in Schwerzenbach. Ich lernte die Schwierigkeiten im Schulsystem kennen und versuchte Lösungen zu finden. Um meinen Horizont zu erweitern, entschied ich mich zu vikarisieren. In diesem Jahr lernte ich viele verschiedene Schulen und Klassen kennen.

 

Im Anschluss daran durfte ich drei Jahre als Lehrerin der 1. - 9. Klasse an der Privatschule, Schule Zürisee, unterrichten und im Aufbau der Schule mitwirken. Das Lernen konnte ich dort anders erfahren und leben. Da ich vorwiegend in Kleingruppen mit den Schülern arbeitete, konnte ich sie enger begleiten und das Lernen direkter erfahren. Ich habe Einblick gewonnen in den gesammten Lernstoff der Primar- und Sekundarschulzeit und herausgefunden, worauf es am Schluss, bei der Lehrstellensuche oder Prüfungsvorbereitung, wirklich ankommt.

 

Mit meiner Tochter darf ich seit August 2020 die tiefgreifende Erfahrung machen, was es bedeutet Mama zu sein. Jeden Tag lerne ich von und mit ihr und erfahre das Lernen nochmals anders, natürlicher. In einem kleinen Pensum unterrichte ich wieder in Trüllikon und Stammheim.

Aus meinem gesammten Erfahrungsschatz entsteht nun die Wunderlaterne, mein Herzensprojekt. Voller Freude forsche ich an der Frage, wie das Lernen effektiv und freudvoll gelebt werden kann und ich bin gespannt darauf, wo es mich noch hinführen wird.